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Ankertexte richtig verteilen: So bleibt dein Profil sauber

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Update Januar 2023

Seit dem Link-Spam-Update vom Dezember 2022 erkennt Google überoptimierte Ankertext-Muster noch zuverlässiger und entwertet die betroffenen Links in der Regel automatisch. Die Empfehlungen in diesem Artikel gelten damit mehr denn je: Wer seine Ankertexte von Anfang an natürlich mischt, hat von dieser Verschärfung nichts zu befürchten.

Der Ankertext, also der klickbare Text eines Links, ist eines der unterschätztesten Details im Linkaufbau. Er entscheidet mit darüber, ob ein Link dein Ranking stärkt oder dein Profil verdächtig aussehen lässt. Und ausgerechnet hier machen Einsteiger die teuersten Fehler. Zeit, das Thema einmal gründlich aufzuräumen.

Warum der Ankertext überhaupt zählt

Google liest den Linktext als Hinweis darauf, worum es auf der Zielseite geht. Verlinken viele Seiten mit dem Wort „Badsanierung" auf dich, versteht Google: Diese Seite hat etwas mit Badsanierung zu tun. So weit die Theorie, und in den frühen Jahren der Suchmaschine funktionierte das auch erschreckend direkt. Wer oft genug mit dem Wunschkeyword verlinkt wurde, rankte dafür.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute ist ein übermäßig keyword-lastiges Linkprofil kein Turbo mehr, sondern ein Warnsignal. Der Grund ist einleuchtend: Echte, freiwillig gesetzte Links sehen fast nie so aus. Wenn ein Blogger dich empfiehlt, schreibt er „mehr dazu bei Firma Müller" oder „hier nachlesen", aber sicher nicht dreimal hintereinander dein exaktes Geld-Keyword. Ein Profil aus lauter perfekten Ankertexten ist wie ein Zeugnis mit lauter glatten Einsen, das die Eltern selbst geschrieben haben: zu schön, um echt zu sein.

Die fünf Ankertext-Typen

  • Marken-Anker: Dein Firmen- oder Websitename, etwa „Linkwunder" oder „linkwunder.de". Das Rückgrat jedes natürlichen Profils.
  • Nackte URL: Die Adresse selbst als Linktext, zum Beispiel „https://deine-seite.de". Kommt in echten Erwähnungen ständig vor.
  • Generische Anker: Formulierungen wie „hier", „mehr erfahren" oder „zur Website". Unspektakulär und genau deshalb glaubwürdig.
  • Keyword-Anker: Dein Suchbegriff als Linktext, etwa „Backlinks kaufen". Wirksam, aber nur in kleinen Dosen.
  • Teil- und Umfeld-Anker: Längere, natürliche Formulierungen, in denen das Keyword vorkommt, etwa „erfahrener Anbieter für Linkaufbau aus Bonn". Der Sweetspot aus Wirkung und Natürlichkeit.

Die gesunde Mischung

Eine exakte Formel gibt es nicht, und jede Branche tickt etwas anders. Als grobe Orientierung hat sich bewährt: Der Löwenanteil deiner Links, gut die Hälfte oder mehr, sollte auf Marke und nackte URL entfallen. Ein weiteres Viertel auf generische und längere, natürliche Formulierungen. Exakte Keyword-Anker bleiben die Ausnahme, ein kleiner einstelliger Prozentanteil reicht völlig, und sie gehören auf deine stärksten Linkquellen, nicht auf die schwächsten.

Wichtiger als jede Prozentzahl ist ein anderer Gedanke: Schau dir an, wie die Top-Platzierten in deiner Nische verlinkt werden. Deren Ankertext-Verteilung ist der Maßstab dafür, was Google in deinem Umfeld als normal betrachtet. Wie du an diese Daten kommst, zeigt unsere Anleitung zur Linkprofil-Analyse.

Die drei häufigsten Fehler

1. Jeder Link trägt das Hauptkeyword

Der Klassiker. Fühlt sich effizient an, ist aber der schnellste Weg, ein Muster zu erzeugen, das Algorithmen mühelos erkennen. Gerade bei kleinen Linkprofilen fällt jede Wiederholung doppelt auf: Wer nur zehn Links hat, von denen acht identisch lauten, hat kein Linkprofil, sondern einen Fingerabdruck.

2. Alle Links zeigen auf die Startseite

Streng genommen ein Zielseiten-Fehler, aber er hängt mit den Ankern zusammen. Natürliche Empfehlungen verweisen auf konkrete Inhalte: einen Ratgeber, eine Leistungsseite, einen Blogartikel. Verteil deine Links auf die Seiten, die ranken sollen, mit Ankertexten, die zum jeweiligen Inhalt passen.

3. Anker und Kontext passen nicht zusammen

Ein Link mit dem Text „günstige Backlinks" mitten in einem Artikel über Gartenpflege ergibt für Leser wie Maschinen keinen Sinn. Der beste Ankertext nützt nichts, wenn das Umfeld nicht stimmt. Themenrelevanz schlägt auch hier alles andere, mehr dazu auf unserer Seite zum Linkaufbau.

Gilt das auch für interne Links?

Eine häufige Anschlussfrage: Muss ich bei Links innerhalb meiner eigenen Website genauso vorsichtig sein? Die Antwort ist ein entspanntes Nein. Bei der internen Verlinkung darfst und solltest du sogar präzise Keyword-Anker verwenden, denn hier hilfst du Google und deinen Besuchern, deine Inhalte richtig einzuordnen. Ein interner Link mit dem Text „zu unseren Leistungen im Trockenbau" ist keine Manipulation, sondern gute Navigation. Die Vorsicht aus diesem Artikel gilt für eingehende Links von fremden Websites, weil nur dort das Muster künstlichen Aufbaus entstehen kann.

Unser Fazit

Ankertexte sind kein Hexenwerk, aber sie verzeihen keine Gier. Wer sein Wunschkeyword in jeden Link presst, sabotiert sich selbst. Wer dagegen mischt wie ein echtes, gewachsenes Profil, mit viel Marke, viel Alltagssprache und dem Keyword als seltener Würze, baut Rankings auf, die bleiben. Falls du unsicher bist, wie dein aktuelles Profil verteilt ist: Wir schauen im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung gern mit drauf.

Porträt von Oliver Misch, Geschäftsführer der medienplus GmbH
Oliver Misch Geschäftsführer der medienplus GmbH und Kopf hinter Linkwunder. Baut seit vielen Jahren Backlinks für Unternehmen in ganz Deutschland auf und schreibt hier über das, was im Linkaufbau wirklich funktioniert und was du dir sparen kannst.

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