Dein Linkprofil kostenlos prüfen: So gehst du vor
Bevor du auch nur einen Euro in neue Backlinks steckst, solltest du wissen, wo du stehst. Die gute Nachricht: Für eine solide Bestandsaufnahme deines Linkprofils brauchst du keine teuren Tools. Mit kostenlosen Mitteln kommst du erstaunlich weit. Hier ist die Anleitung, mit der du dein Profil in einer halben Stunde selbst durchleuchtest.
Schritt 1: Die Google Search Console, deine wichtigste Quelle
Die Search Console ist kostenlos, kommt direkt von Google und zeigt dir die Links, die Google tatsächlich kennt. Falls du sie noch nicht nutzt: unbedingt einrichten, die Verifizierung dauert nur wenige Minuten.
Den Links-Bericht findest du im Menü links unten unter „Links". Dort siehst du vier Dinge auf einen Blick: deine meistverlinkten Seiten, die Websites, die am häufigsten auf dich verlinken, die verwendeten Linktexte und die Gesamtzahlen. Über „Mehr" und den Export-Button lädst du dir die kompletten Listen als Tabelle herunter.
Ein Hinweis zur Einordnung: Die Search Console zeigt eine Auswahl, keine lückenlose Liste, und sie bewertet nicht, ob ein Link gut oder schlecht ist. Aber als Fundament für deine Analyse reicht sie völlig.
Schritt 2: Ein kostenloses Backlink-Tool als zweite Meinung
Für die Außensicht lohnt sich ein zweites Werkzeug. Ahrefs bietet mit den Webmaster Tools eine kostenlose Variante für die eigene Website an, und auch andere Anbieter haben Gratis-Checker, die dir zumindest die wichtigsten verweisenden Domains und eine Bewertungszahl anzeigen. Der Vorteil dieser Tools: Sie zeigen dir Kennzahlen wie das Domain Rating der verlinkenden Seiten und markieren Dofollow und Nofollow, was die Search Console nicht tut.
Schritt 3: Die richtigen Fragen an deine Daten
Zahlen sammeln ist der leichte Teil. Jetzt kommt die Auswertung, und dabei helfen dir fünf Fragen:
- Wie viele verweisende Domains hast du? Zähle Domains, nicht Links. Hundert Links von einer einzigen Website zählen weniger als zehn Links von zehn verschiedenen. Die Domain-Zahl ist deine wichtigste Kennzahl.
- Passen die Themen? Geh die Liste deiner Linkgeber durch. Wie viele davon haben inhaltlich mit deinem Geschäft zu tun? Ein Profil voller themenfremder Links ist ein schwaches Profil, egal wie lang die Liste ist.
- Wie sehen deine Ankertexte aus? Gesund ist eine bunte Mischung mit viel Markenname und URL. Wenn ein Geld-Keyword auffällig oft als exakter Linktext auftaucht, ist das ein Warnsignal, an dem du arbeiten solltest.
- Wohin zeigen die Links? Landen fast alle auf der Startseite, während deine wichtigen Leistungsseiten leer ausgehen? Dann weißt du, wo künftige Links hinzeigen sollten.
- Gibt es Müll im Profil? Kryptische Domains, ausländische Spam-Verzeichnisse, Seiten voller Glücksspiel-Links: Ein paar davon hat fast jede Website, das ist normal und kein Grund zur Panik.
Schritt 4: Der Blick auf die Konkurrenz
Deine Zahlen bekommen erst Bedeutung im Vergleich. Nimm dir die zwei oder drei Wettbewerber vor, die bei deinen wichtigsten Suchbegriffen über dir stehen, und jage sie durch dieselben Gratis-Checker. Haben sie 80 verweisende Domains und du 15? Dann kennst du jetzt die Lücke, die zwischen dir und Seite 1 liegt, und kannst realistisch planen, was ihre Schließung kostet.
Wie oft solltest du dein Profil prüfen?
Eine einmalige Analyse ist ein guter Anfang, aber ein Linkprofil ist nichts Statisches. Links kommen dazu, Websites verschwinden, Wettbewerber rüsten auf. Als Faustregel hat sich ein Rhythmus von einem Quartal bewährt: viermal im Jahr eine halbe Stunde, mehr braucht es für die laufende Kontrolle nicht. Zusätzlich lohnt der Blick in zwei Situationen: wenn deine Rankings ohne erkennbaren Grund einbrechen, denn dann willst du wissen, ob wichtige Links verschwunden sind, und wenn du aktiv Linkaufbau betreibst, um zu prüfen, ob die bezahlten Platzierungen tatsächlich online und weiterhin erreichbar sind. Wer bei uns Kunde ist, bekommt Letzteres dokumentiert und kann sich diesen Teil sparen.
Ein Wort zur Vorsicht: Disavow ist selten die Antwort
Wer schlechte Links entdeckt, stößt schnell auf das Disavow-Tool, mit dem sich Links für ungültig erklären lassen. Unser Rat: Finger weg, solange du keine manuelle Maßnahme von Google kassiert hast. Google ist längst sehr gut darin, Spam-Links einfach zu ignorieren, und ein unbedacht eingereichtes Disavow-File kann mehr kaputt machen als reparieren. Die Energie steckst du besser in neue, gute Links.
Und dann?
Nach dieser halben Stunde weißt du mehr über dein Linkprofil als die meisten deiner Wettbewerber über ihres. Du kennst deine Lücke, deine schwachen Ankertexte und die Seiten, die Links brauchen. Was du daraus machst, liest du auf unseren Seiten zu Offpage SEO und Linkaufbau. Und wenn du deine Auswertung lieber mit jemandem durchsprechen willst, der so etwas täglich macht: Genau dafür gibt es unsere kostenlose Erstberatung.
Zurück zur Blog-Übersicht
Bereit für dein Linkwunder?
Lass uns gemeinsam wahre Wunder bewirken. Starte jetzt deine SEO-Reise mit starken Backlinks.




